Einzelberatung

Die Einzelberatung umfasst

  • Die genaue Analyse des vorliegenden Problems oder Konfliktes vor dem Hintergrund der Lebensgeschichte und der individuellen sozialen Gesamtsituation.
  • Welche inneren Überzeugungen spielen eine Rolle?
  • Welche Schutzmuster sind wirksam?
  • Wo haben sie ihren Ursprung?
  • Wie kann ich sie verändern?
  • Was ist das Ziel der Beratung?

Je nach Bedarf kann  ein ressourcenorientiertes Vorgehen zur Stabilisierung und Sicherung  Vorrang haben oder es kann bei ausreichender Stabilität direkt ein konfliktzentriertes Vorgehen möglich sein. Meist ist eine Kombination beider Ansätze hilfreich. In beiden Vorgehensweisen ist die psychodramatische Austellung zentrales Element.

 
Das ressourcenorientiertes Vorgehen
umfasst insbesondere die Etablierung des „inneren sicheren Ortes“ und die Etablierung von „inneren Helfern“.

Dies kann zunächst durch Imaginationsübungen geschehen mit nachfolgender psychodramatische Aufstellung des Imaginierten.

Im Rollentausch mit den „Inneren Helfern“ oder den einzelnen Komponenten des „inneren sicheren Ortes“  können hilfreiche und unterstützende Botschaften vertieft werden (z.B. welche Botschaft hat die imaginierte Blume im „Inneren sicheren Ort“ für mich, was würde sie zu mir sagen, wenn sie sprechen könnte? Was repräsentiert sie?)
Hierdurch können alte Überzeugungen z.B. von Minderwertigkeit, Unsicherheit und Schutzlosigkeit mittels positivem Erleben überschrieben werden.

Dieses Vorgehen bietet sich insbesondere an, wenn es um  Traumatisierungen geht.  Bevor man sich belastenden Aspekten zuwendet ist die Beherrschung von Stabilisierungs- und Sicherungstechniken notwendig (Sicherung geht vor Konfrontation).


Konfliktzentriertes Vorgehen
Oft wird altes schmerzhaftes kindliches Erleben durch aktuelle Situationen getriggert, wir sind dann nicht mehr in der Lage souverän erwachsen zu reagieren.

Das Problem oder der Konflikt spiegelt sich somit auf drei Ebenen:

  • Aktuellen Konfliktebene (z.B. Konflikt mit dem kritischen Chef ).
  • Innere Ebene (Konflikt zwischen inneren Persönlichkeitsanteilen wie z.B. dem „Inneren (verletzten) Kind“ und dem „Inneren Kritiker“)
  • Tiefenpsychologischer Ebene (Wiederholung alter Konflikte mit prägenden Menschen in der Kindheit wie z.B. mit dem kritischen Vater, alte Traumatisierungen)

Unter Beachtung dieser 3 Ebenen wird durch psychodramatische Aufstellungsarbeit an einer Befriedung der belastenden Emotionen und Ängsten gearbeitet. Verdrängte Gefühle können in einem sicheren Rahmen erlebt und versorgt werden, so dass sie einer Lösung der aktuellen Konfliktsituation nicht mehr im Wege sind. Hauptelement der psychodramatische Aufstellungsarbeit ist der Rollentausch.